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Willkommen zu Interplein Versicherung, Thema Menschen ohne Versicherung Schutzlos krank
19.04.2005 13:26 Uhr Menschen ohne Versicherung Schutzlos krank Die Zahl der Deutschen ohne Krankenversicherung steigt - durch sinkende Einkommen, aber auch durch Hartz IV. Betroffen sind privat Versicherte und Selbstständige. Von Bernd Oswald
Privat Versicherte und freiwillig versicherte Selbständige können sich plötzlich ohne Versicherungsschutz wiederfinden. Foto: dpa Werner Wieberger hat Rückenschmerzen, seit er sich bei einem Autounfall einen Wirbel gequetscht hat. „Jetzt bekomme ich auch noch ein Hüftleiden“, sagt der 40-Jährige.Beim Arzt ist der im Messebau tätige Tagelöhner seit fünf Jahren nicht mehr gewesen: Damals verlor er Anstellung, Obdach und Krankenversicherung. Eine medizinische Behandlung kann sich der Münchner seitdem nicht mehr leisten.„Besser ist meine Gesundheit nicht geworden“, sagt er verbittert. Wieberger rechnet mit mehreren hundert Euro pro Arztbesuch. „Da ich auch noch Alimente zahlen muss, wäre ich dann pleite.“Mehr Nichtversicherte durch Hartz IVWieberger ist einer von bis zu 300.000 Deutschen, die ohne Krankenversicherung leben. Diese Zahl meldete die Leipziger Volkszeitung am Wochenende und sorgte für Aufregung. Für das Jahr 2003 nannte das Statistische Bundesamt die Zahl 188.000. Vieles spricht dafür, dass sie seitdem gestiegen ist. Zum Beispiel durch Hartz IV. Seit 1. Januar 2005 sind Arbeitslose, die mit einem erwerbstätigen Partner in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben, nicht mehr durch die Bundesagentur für Arbeit kranken- und pflegeversichert. Der verdienende Partner muss für den arbeitslosen Lebensgefährten aufkommen – auch bei der Krankenversicherung.Nur wenn das Paar durch die Beitragszahlungen hilfebedürftig wird, gibt es von den Arbeitsagenturen einen Zuschuss. Wie hoch dieser ist, hängt von der auf den Einzelfall ausgelegten Bedürftigkeitsprüfung ab.Rigide Regeln für RückkehrerErrechnet die Arbeitsagentur für ein kinderloses Paar zum Beispiel 1200 Euro als monatliche Bedürftigkeitsgrenze und verdient ein Partner 1300 Euro, gibt es nichts. Müssen nun aber 200 Euro für die Krankenversicherung des arbeitslosen Partners aufgewendet werden, bleiben nur noch 1100 Euro übrig. Damit unterschreitet das Paar die Bedürftigkeitsgrenze um 100 Euro und bekommt diese Differenz als Zuschuss zur Krankenversicherung. Das Maximum sind 125 Euro für die Kranken- und 15 Euro für die Pflegeversicherung. Fortsetzung (Seite 1/2) 1 | 2 nächste Seite Artikel drucken Artikel empfehlen Kontakt zur Redaktion
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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